12. Mai 2004, 00:00 Uhr
Von Christian Putsch
Chinas Kleinste, Deutschlands Größte
Badmintonspielerin Xu Huaiwen besiegt Behörden, Neider, Frust - und träumt von einer Olympiamedaille
Als die Nummer eins der Deutschen ihr Spiel verloren hatte, nahm das Unglück seinen Lauf. Auch Juliane Schenk und Nicole Grether unterlagen in ihren Einzeln, so dass das Achtelfinale des Uber-Cups gestern in Jakarta zu einer ziemlich klaren und enttäuschenden Angelegenheit wurde: 0:3 hieß es gegen Indonesien. Wenn es um internationale Meriten geht, hängt eben viel an der besten deutschen Badmintonspielerin Xu Huaiwen.
Vorwürfe kann der 29-Jährigen kaum jemand machen, denn mit ihrem rasanten Aufstieg in die Weltspitze hat sie erst dafür gesorgt, dass Experten das Team beim Uber-Cup - der Mannschafts-WM - sogar zu den Medaillen-Kandidaten gerechnet hatten. In der Weltrangliste ist Xu bis auf Rang zwölf geklettert, mit ihr erst ist Deutschland in Europa zweitbeste Nation geworden (hinter Dänemark). War das Abschneiden in Jakarta auch schwach, so kann Xu doch immer eines anführen. Badminton sei für sie wieder "mehr als nur ein Beruf", sagt sie.
Als deutsche Hoffnungsträgerin fährt sie nun zu den Olympischen Spielen in Athen - nachdem es vor fünf Jahren so aussah, als würde sie niemals ihren Weg gehen, als würde sie niemals einlösen, was so viel versprechend begonnen hatte.
Schon mit 13 Jahren entschied sich die Jahrgangsbeste der 84-Millionen-Provinz Sichuan, ihr Leben dem Badminton zu widmen, trainierte sechs Stunden täglich, ging nach Peking, kämpfte sich ins Nationalteam - doch dann wuchs sie nicht mehr, bei 160 Zentimetern war Schluss. "Das war mein Verhängnis, zu internationalen Turnieren schickt China nur große Spielerinnen." Xu drohte für immer in den Trainingscamps zu versauern. "Ich hatte jeden Spaß am Sport verloren." Bis ein Mittwoch ihr Leben änderte.
Nach sieben Stunden Training war sie am Abend ins Kino gegangen, rackerte am nächsten Tag wieder sieben Stunden - und bekam anschließend noch Straftraining aufgebrummt, weil es verboten ist, das Gelände an einem Wochentag zu verlassen. Das war zu viel, sie wollte weg.
"Ich habe gesagt, ich hätte chronische Rückenschmerzen", erzählt sie. Die Sportfunktionäre glaubten ihr, und so bewarb sie sich per E-Mail bei deutschen Klubs. Der VfB Friedrichshafen wollte sie verpflichten, doch die Behörden in China stellten sich quer. Wieder musste Xu schwindeln, wies auf ihr mit 25 Jahren schon fortgeschrittenes Alter hin. Im Sommer 2000 endlich durfte sie nach Friedrichshafen wechseln, 2003 ging sie zum BC Bischmisheim und an den Stützpunkt Saarbrücken. In vier Jahren verlor Xu nur ein Bundesligaeinzel und entschied sich, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Im November 2003 bekam sie schließlich den Pass.
Ein Traum für sie, ein Schreck für die nationale Konkurrenz. Bei den deutschen Meisterschaften im Februar gab es laut Verbandspräsident Dieter Kespohl "Fälle von Mobbing gegen Xu". Die Frauen fürchteten um Olympiastartplätze, doch letztlich schafften ohnehin nur Xu und Juliane Schenk (21) den Sprung unter die besten 19 der Weltrangliste und lösten damit das Olympiaticket.
Belastet hat Xu das Gerede um ihre Person ohnehin wenig, ihre Leistung explodierte geradezu. Im Februar schlug sie in der Vorrunde des Uber-Cups die Weltranglistenvierte Mia Audina (Niederlande), bei den Korea Open schaltete sie auf dem Weg ins Halbfinale sensationell die damalige Weltranglistenzweite Mi Zhou (China) aus.
Doch gerade jetzt, wo alles perfekt zu laufen scheint, tritt der chinesische Verband erneut auf den Plan und prüft, ob Xu tatsächlich schon für Deutschland startberechtigt ist. "Wenn die eine Chance sehen, werden sie Protest einlegen", fürchtet Kespohl, der in Jakarta mit chinesischen Funktionären verhandeln will. Xu selbst sieht das gelassen. "Ich mache mir keine Sorgen", sagt sie. Sie hat schließlich schon ganz andere Hürden genommen.

体育 2004.05.12
羽坛女将徐怀雯:在中国太矮小,在德国太高大

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正在印尼首都雅加达举行的第二十三届羽毛球汤尤杯比赛上,德国女队0:3负于印尼没有进入八强,但对於德国女队来说,这已经是很不错的成绩了。德国女子羽毛球最近能在世界级大赛上有不俗表现,全靠来自中国四川的选手徐怀雯。
德国女队在本届尤伯杯上被有些专家列在有实力夺得奖牌的队伍之列,而徐怀雯就是为德国队独挑大梁的希望之星。在中国时默默无闻的徐怀雯经过德国四年修炼,已经攀升到世界排名第13位,并靠她的实力,将德国女队提升到欧洲第二。
今 年29岁的徐怀雯出生在贵州,成长在四川,13岁时走上职业羽毛球选手的道路,后到北京进入中国羽毛球集训队,20岁时成为中国女子羽坛的一流选手。但 是,徐怀雯的个头长到1米60时就不再长了,这对一名职业选手来说是致命的。因为中国有足够的实力和身高都在她之上的选手,徐怀雯从来没有获得代表中国参 加世界大赛的机会。
看不到入选国家队的希望,在国家集训队的日子对徐怀雯来说变得越来越痛苦。一个星期三晚上,徐怀雯离集训营地去看了场电影,为 此第二天受到加练的处罚,因为国家集训队规定队员在工作日不允许擅自离开营地。这件事让徐怀雯萌生了离开国家集训队的念头。徐怀雯以长年背痛为理由向领导 提出离开集训队的请求,领导批准了她的申请。
离开国家集训队后,徐怀雯通过电子邮件向一些德国的羽毛球俱乐部询问到德国打球的可能,最后得到弗里 德里希港羽毛球俱乐部的加盟邀请。办理出国手续时,可能是担心“海外兵团”效应,有关方面并不是很情愿放人,徐怀雯表白说,自己已经25岁了,作为一名职 业选手已经过了黄金年龄。
2000年夏天,徐怀雯终於如愿以偿,来到了博登湖畔的弗里德里希港,开始了在德国参加甲级联赛的生涯。2003年初, 弗里德里希港羽毛球俱乐部因为财政困难倒闭,徐怀雯转会到萨尔州的毕施米希海姆俱乐部。在四年德国羽毛球甲级联赛中,身材矮小的徐怀雯却仿佛鹤立鸡群,只 输掉过一场单打比赛。加盟毕施米希海姆后,徐怀雯经常与德国最优秀的男子羽毛球选手训练,实力提高很快。
2003年11月,徐怀雯加入德国籍,成 为德国女子羽毛球国家队的一员,这也是德国羽毛球协会和毕施米希海姆俱乐部的愿望。对於徐怀雯来说,加盟德国队意味着她有机会参加奥运会,而参加奥运会是 每一位运动员的梦想。但是,徐怀雯加盟德国国家队也意味着别的国家队队员的地位受到威胁。在今年2月的德国锦标赛上,德国羽协主席克施泊尔承认徐怀雯在国 家队受到个别队友的刁难。其实,徐怀雯加盟德国国家队并没有夺走他人参加雅典奥运会的机会,因为德国女子羽毛球国家队里只有她和申克排名世界前19名,其 他人反正也没有参加奥运会的资格。
今年以来,徐怀雯的成绩大有回升之势,在2月份时将现世界排名第四、现代表荷兰队的原印尼羽坛天才少女张海丽崭下马,在韩国羽毛球公开赛上又战胜过世界排名第二的中国选手周蜜。
根据“柏林邮报”的报道,徐怀雯代表德国队的表现引起了中国羽坛的注意,中国羽协正在考虑是否向世界羽协提出徐怀雯是否有资格代表德国队参加比赛的质疑。德国羽协主席克施泊尔在雅加达尤伯杯上表示愿意就此事与中国方面协商,徐怀雯本人则表示她对此事并不感到担忧。

 

 

http://http//sport.ard.de/sp/olympia/news200803/21/badminton_xu.jsp

“德国之声”:www.dw-world.de/chinese
 
德国电视2台ZDF:
Internetseite von ZDFsport sieht Xu "Auf dem Weg nach Peking"(29.4.08) Auf der Internetseite des Zweiten Deutschen Fernsehens erschien im Rahmen der Reihe "Auf dem Weg nach Peking" am 22. April ein Beitrag über Xu Huaiwen unter dem Titel "In China noch eine Rechnung offen - Bei Olympia will Xu über sich hinauswachsen". Autor ist Bernd-Volker Brahms. Hier ist er abzurufen.
Rheinische Post berichtete über Olympiakandidatin Xu(5.3.08) Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtete am 4. März in ihrem Hauptsportteil in der Reihe "Blickpunkt Olympia" in einem großen Beitrag über Xu Huaiwen und ihre Beziehung zu China. Hier kann der Beitrag "Die Rückkehr der Verstoßenen" als pdf-Datei heruntergeladen werden. Autorin ist Stefanie Sandmeier.
http://olympia.zdf.de/ZDFsport/inhalt/10/0,5676,7227242,00.html